Große Zukunft mit Smart Agriculture

von

Pressemeldung zur Digitalisierung der Landwirtschaft

Autor: Dr. Thomas Tanneberger

Die Europäische Union fördert die Etablierung digitaler Managementtechnologien in der Landwirtschaft, und interessierte Landwirtinnen und Landwirte können sich aktuell direkt an einem Förderprojekt beteiligen. Das sagte der Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr Ende September in einem Interview für das Deutsch-Chinesische Agrarzentrum (DCZ), eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) der Bundesrepublik Deutschland und des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten der Volksrepublik China. Das Projekt bringt Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen und schafft Foren, in denen agrarfachliche Themen von beiderseitigem Interesse diskutiert werden. IAK Agrar Consulting GmbH Leipzig, Durchführer dieses Projektes, ist derzeit dabei, eine internationale Themenwebsite zu digitalen Technologien in der Landwirtschaft (www.smart-agriculture.org) aufzubauen. Im Rahmen dieser Projektaktivität wurde auch die Perspektive der EU-Politik aufgezeigt.  

Über das Programm “Horizont 2020“ fördere die EU in einem Gesamtumfang von 80 Mrd. € Projekte, die die gesamte Innovationskette von der Grundlagenforschung bis hin zur Vorbereitung marktfähiger Produkte abdecken, so Dr. Jahr. „Zunehmend beteiligt sind hier auch Projekte, Institute und Unternehmen, die an Digitalisierungslösungen für die Landwirtschaft arbeiten. Aktuell sind landwirtschaftliche Betriebe direkt aufgerufen, sich als Testbeispiel in diese Entwicklungen einzubringen. Mitzubringen sind Interesse und die Bereitschaft, den gesamten Betrieb so weit wie möglich auf digitale Lösungen umzustellen. Eine großzügige Förderung der Investitionen durch Brüssel ist der Lohn. Die Verbindung zu den nationalen Kontaktstellen von „Horizont 2020“ stellen in der Regel die jeweiligen Länderministerien her; man kann das Programm aber auch direkt über dessen Website ansprechen.“

Dr. Jahr trat auch der Auffassung entgegen, dass Digitale Landwirtschaft nur etwas für Großbetriebe sei. „Ganz sicher brauchen diese Lösungen eine gewisse Auslastung, die in größeren Betrieben eher gegeben ist als in kleinen. Allerdings haben wir mit den Maschinenringen, den Lohnunternehmern und unserer langen Tradition genossenschaftlicher Zusammenarbeit alle Voraussetzungen, um die modernen Agrartechnologien auch in weniger flächenstarken Betrieben zu erschließen“, so der Parlamentarier der Europäischen Volkspartei (EVP). Das Digital Farming eröffne völlig neue Perspektiven für Nachhaltigkeit und transparente Dokumentation. Hier werde der nächste große Innovationsschub für die Agrarwirtschaft kommen, und keiner brauche Angst zu haben, allein wegen mangelnder Betriebsgröße von diesem Fortschritt abgehängt zu werden. Vielmehr sollten alle Landwirte die Chancen der digitalen Agrarwirtschaft aktiv nachfragen und dabei nicht ungeduldig werden: „Smart Agriculture ist wie eine große Halle voller Schätze. Wir haben sie gerade erst betreten.“

 

 

Künftig soll die Förderung von Smart-Farming-Technologien auch über die 2. Säule der EU-Agrarpolitik möglich werden: Der Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr im Interview mit Dr. Thomas Tanneberger von der IAK Agrar Consulting Leipzig.  Foto: Sons Of Motion Pictures GmbH

  

Kontakt für Rückfragen zur Pressemeldung: Dr. Thomas Tanneberger, IAK Agrar Consulting GmbH

Tel.   +49 - 30 914 24 604, Mob.:   +49 - 172 832 99 11. E-Mail:   t.tanneberger@iakleipzig.de
Web: www.iakleipzig.de

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