Zwei neue Projekte in Westafrika

von Emmanuelle Beck

Mit dem Zuschlag für ein Berufsbildungsprojekt in Guinea, finanziert durch die Agence Française de Développement (AFD) - eine französische Entwicklungsagentur - kann die IAK zusammen mit der französischen Consultingfirma SOFRECO ihre Präsenz im frankophonen Westafrika verstärken. Im Rahmen des Projektes zur Verbesserung der beruflichen Ausbildung und Integration auf dem Arbeitsmarkt in den Sektoren Landwirtschaft und Bergbau (PAFISAM) soll das guineische Berufsbildungssystem angepasst und verbessert werden. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt und zur Bereitstellung/Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für die wachstumsträchtigen Sektoren Bergbau und Agrarwirtschaft (Pflanzenproduktion, Tierhaltung, Fischerei) in Guinea geleistet werden.

Die vom Konsortium SOFRECO-IAK durchgeführte Komponente „Entwicklung von Ausbildungsprogrammen gemäß dem kompetenzorientierten Ansatz und von Ausschreibungsunterlagen für die Beschaffung von Ausrüstungen“ zielt darauf ab, die bestehenden Curricula von 18 ausgewählten Lehrgängen (u.a. Farmmanager und landwirtschaftlicher Berater) und die dazugehörigen Berufsbildungs-, Qualifizierungs- und Zertifizierungsstandards als auch pädagogische und Evaluierungsleitfäden anzupassen. Darüber hinaus werden Schulungen für Personal öffentlicher Institutionen und Ausbildungszentren konzipiert und durchgeführt. Parallel werden Ausstattungen für die Ausbildungszentren beschafft und das für die Instandhaltung zuständige Personal geschult. Der politische Durchführungspartner von guineischer Seite ist das Ministerium für technische und berufliche Bildung, Beschäftigung und Arbeit. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Februar 2020.

 

Seit August 2018 führt die IAK im Konsortium mit der Health Focus GmbH für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Länderkomponente Burkina Faso des Programms "Ernährungssicherung und Resilienzstärkung" durch. Das Programm ist Teil der BMZ-Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“.

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Ernährungssituation und Nährstoffversorgung von schwangeren Frauen, Müttern und Kleinkindern. Die Aktivitäten finden hauptsächlich im Südwesten Burkina Fasos statt und beinhalten sowohl Fragen der Subsistenzlandwirtschaft, der Lebensmittellagerung und -verarbeitung als auch der Gesundheitsvorsorge, Hygiene und Bildung. Der multisektorale Ansatz bezieht unterschiedliche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure ein und baut ein gemeinsames Verständnis für Ernährungsaspekte mit diesen auf. Die Zielgruppen erhalten Unterstützung beim Anbau diversifizierter Lebensmittel (z.B. Vitamin-A-reiche Süßkartoffeln, Amaranth, Moringa), bei der Herstellung nährstoffreicher vorgerösteter Mehlmischungen und der hygienischen Lagerung von Trinkwasser. Darüber hinaus werden ernährungsrelevante Themen über Theaterstücke, Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Radiospots und Kochwettbewerbe sowohl an Frauen als auch an lokale Autoritäten kommuniziert. Staatliche Fachdienste und nichtstaatliche Beratungsdienste übernehmen für die Durchführung dieser Aktivitäten Verantwortung und werden weitergebildet. Weiterhin unterstützt das Projekt die sektorübergreifende Zusammenarbeit auf regionaler und auf nationaler Ebene. Politischer Partner ist das Ministerium für Landwirtschaft und Wasserressourcen (MAAH), daneben ist das Gesundheitsministerium (MS) ein wesentlicher Durchführungspartner. Das Projekt hat eine Laufzeit von 2 Jahren.

Co-Autor: Marcus Friese

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