Bio-Märkte in Südosteuropa vernetzen
Eröffnet wurde die Konferenz von Eugeniu Osmoschescu, Minister für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie der Republik Moldau, gemeinsam mit Vertretern regionaler und deutscher Partnerinstitutionen. Damit wurde zugleich die Bedeutung von ökologischer Landwirtschaft und Handel für die weitere Entwicklung des moldauischen Agrarsektors und seine stärkere Integration in europäische Märkte unterstrichen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Agricultural Policy Dialogue Germany – South East Europe (APD SEE) statt. Als Implementierer des APD SEE waren die Standing Working Group for Regional Rural Development (SWG) und die IAK Agrar Consulting gemeinsam mit moldauischen und internationalen Partnern intensiv in die Vorbereitung und Organisation der Konferenz eingebunden.
Das International Network on Organic Trade (INOT) brachte insbesondere die internationale Handels- und Marktperspektive ein und unterstützte den Austausch zwischen Bio-Produzenten und Marktakteuren aus der Region und europäischen Partnern.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen aktuelle Entwicklungen auf den europäischen Bio-Märkten, Zertifizierung und Integrität ökologischer Lieferketten, Export- und Importanforderungen sowie Möglichkeiten für einen verbesserten Zugang zum EU-Markt. Ein gezieltes Networking- und Matchmaking-Format brachte Bio-Produzenten und Dienstleister aus Südost- und Osteuropa mit europäischen Importeuren und weiteren Marktakteuren zusammen.
Bereits am 22. September besuchten die Teilnehmenden drei moldauische Bio-Unternehmen aus den Bereichen Getreide, Honig und Wein. Die Besuche ermöglichten praktische Einblicke in Produktion, Verarbeitung, Rückverfolgbarkeit und Lieferkettenintegrität sowie einen direkten Austausch zu Zertifizierung, Risikomanagement und europäischen Bio-Anforderungen.
Eine zentrale Erkenntnis des zweitägigen Austauschs: Eine erfolgreiche Entwicklung der Bio-Märkte erfordert mehr als Produktion und Zertifizierung. Verlässliche Lieferketten, Rückverfolgbarkeit, marktorientierte Produktion, starke Geschäftspartnerschaften und die weitere Annäherung an EU-Anforderungen sind entscheidend, um das Bio-Potenzial der Region in nachhaltige Marktchancen zu übersetzen.
Durch die Verbindung von Politikdialog, technischer Expertise und wirtschaftlicher Zusammenarbeit leistete die Konferenz einen Beitrag zu den übergeordneten Zielen des APD SEE: regionale Kooperation zu stärken, die europäische Integration zu unterstützen und neue Perspektiven für einen nachhaltigen Agrarhandel zwischen Südosteuropa und der EU zu schaffen.