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IAK startet neues Projekt zur nachhaltigen Wiederbelebung des Kaffeeanbaus in Angola

In der vergangenen Woche hat die IAK Agrar Consulting GmbH offiziell das Projekt “Projektkonzeption zur Rehabilitierung des Kaffeeanbaus und Entwicklung eines Zertifizierungssystems für entwaldungsfreie Lieferketten in Angola” gestartet. Das Vorhaben wird vom Angolanischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft gefördert. Ziel ist, die Grundlagen für eine nachhaltige Wiederbelebung des angolanischen Kaffeesektors zu schaffen – von der Produktion bis hin zu einem zukunftsfähigen, international anerkannten Rückverfolgbarkeitssystem.

In Luanda führte das IAK-Team intensive Gespräche mit zentralen Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, darunter Repräsentanten des Nationalen Kaffeeforschungsinstituts INCA, der Berater des angolanischen Präsidenten, der parlamentarische Staatssekretär des Agrarministeriums, das Wirtschaftsreferat der Deutschen Botschaft, Vertreter der EU-Delegation sowie der angolanische Minister für Erdöl und Bergbau. In all diesen Gesprächen stand die Frage im Vordergrund, wie der Kaffeesektor nachhaltig revitalisiert und als wirtschaftliche Zukunftssäule des Landes gestärkt werden kann.

Um ein praxisnahes Bild der aktuellen Situation zu gewinnen, besuchte das IAK-Team mehrere Kaffeefarmen in der Region. Die Gespräche mit Produzenten zeigten deutlich: Potenziale sind vorhanden – sowohl agronomisch als auch wirtschaftlich. Gleichzeitig wird klar, dass die Branche strukturelle Unterstützung, Wissenstransfer und marktorientierte Mechanismen benötigt, um wieder international wettbewerbsfähig zu werden.

Angola zählte vor Beginn des Bürgerkriegs zu den bedeutenden Kaffeeproduzenten weltweit und war vor allem im Robusta-Segment ein wichtiger Exporteur. Seit den 1970er Jahren ist die Produktion jedoch drastisch eingebrochen. Vor dem Hintergrund der nationalen Strategie zur wirtschaftlichen Diversifizierung – weg von der starken Abhängigkeit vom Erdöl – gewinnt der Kaffeesektor nun wieder zunehmend an Priorität in der angolanischen Regierungspolitik. Nachhaltige Wertschöpfung, ländliche Entwicklung und internationale Marktintegration stehen dabei im Fokus.

Die IAK blickt auf eine über 40-jährige Zusammenarbeit mit Angola zurück, geprägt durch Projekte in den Bereichen Agrarentwicklung, Lieferketten und nachhaltiges Ressourcenmanagement. Die neue Initiative knüpft an diese kontinuierliche Präsenz an und verfolgt das Ziel, moderne und zukunftsorientierte Ansätze in den Kaffeesektor einzubringen. Dazu zählen u.a. digitale Lösungen zur Datenerfassung und Rückverfolgbarkeit sowie Grundlagen für entwaldungsfreie Lieferketten. Im Mittelpunkt steht dabei, lokale Institutionen und Produzenten zu stärken und gemeinsam tragfähige Strukturen für einen nachhaltigen Sektor aufzubauen. 

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27.11.2025
Inland