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Potenziale für wirtschaftliches Engagement für deutsche Agrarunternehmen in Botswana

Im Rahmen des ersten Länderengagements des Projekts in Botswana besuchte eine Delegation des Agrarpolitischen Dialogs zwischen der Afrikanischen Union und Deutschland zur Stärkung der Resilienz von Ernährungssystemen in Afrika (APD AU) vom 09.-13.03.2026 das afrikanische Land. Der APD AU wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und von der IAK Agrar Consulting GmbH durchgeführt.

Ziel der einwöchigen Gespräche mit staatlichen und wirtschaftlichen Akteuren unter Leitung des botswanischen Landwirtschaftsministeriums (MoLA) war es auch, konkrete Geschäftsmöglichkeiten für lokale, regionale und internationale Agrarunternehmen zu identifizieren.

Botswana bietet ein äußerst attraktives Umfeld für Investitionen im Agrarsektor. Das Land zeichnet sich durch ein stabiles politisches System, vergleichsweise geringe Korruption und Kriminalität sowie eine gut entwickelte Infrastruktur aus. Darüber hinaus ist Botswana eng in die SADC-Region (Southern African Development Community – Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika) eingebunden und kann somit als strategischer Hub für Agrarinvestitionen in einen größeren regionalen Markt dienen.

Gleichzeitig bestehen Herausforderungen, die jedoch auch Chancen für Investoren darstellen. Dazu zählen die starke Rolle des öffentlichen Sektors in vielen Wirtschaftsbereichen, eine noch begrenzte Vielfalt an privaten Marktakteuren sowie unzureichend entwickelte Verarbeitungskapazitäten in weiten Teilen der Wirtschaft. Vor allem in Bereichen wie Bewässerung, integriertem Pflanzenschutz (IPM), organischen Düngemitteln und Tierfutter ergeben sich vielversprechende Ansatzpunkte.

Derzeit analysiert der APD AU gemeinsam mit allen relevanten Partnern, wie Handels- und Investitionshemmnisse reduziert und Anreize für wirtschaftliche Aktivitäten geschaffen werden können – möglichst ohne den Einsatz klassischer Subventionen.

Die IAK begleitet diesen Prozess aktiv und bringt dabei ihre enge Vernetzung in die deutsche Agrarwirtschaft ein. Ziel ist, deutsche und afrikanische Unternehmen stärker miteinander zu verbinden und so nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung über klassische Entwicklungszusammenarbeit hinaus zu fördern.

17.03.2026
Ausland