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IAK nimmt an Delegationsreise nach Uganda teil

Uganda liegt in Ostafrika und umfasst den nördlichen Teil des Victoriasees. Die Bevölkerung, die offiziell mit 43 Mio. Einwohnern angegeben wird, wächst schnell und wird sich in absehbarer Zeit verdoppeln. Das Durchschnittsalter (Median) liegt bei 15,9 Jahren. Gut 20% der Bevölkerung leben von weniger als 2 USD pro Tag. Die Elektrizitätsversorgung erfolgt zu großen Teilen mit Wasserkraft und damit nahezu ausschließlich auf Grundlage von erneuerbaren Energien. Jedoch fehlt im Land die Infrastruktur, um die gesamte Bevölkerung mit Strom zu versorgen. Ca. 80% der Einwohner Ugandas sind im Agrarsektor tätig. Dabei wird vor allem Subsistenzwirtschaft betrieben, also „für den eigenen Magen anstelle des eigenen Portemonnaies“ produziert.

Während der Reise hatten die Mitglieder der Delegation die Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmern, Wissenschaftlern und Vertretern der ugandischen Zivilgesellschaft zu knüpfen. Bei einem persönlichen Treffen mit dem Präsidenten von Uganda, Yoweri Museveni, wurde deutlich, dass es eines der Hauptziele der ugandischen Regierung ist, die Wertschöpfung im Agrar- und Ernährungssektor zu erhöhen. Derzeit kämpft Uganda z.B. mit großen Nachernteverlusten. Außerdem erschwert die teilweise sehr heterogene Qualität der Ernteprodukte den Export in die umliegenden afrikanischen Länder.

Eindrucksvoll war auch der Besuch von ugandischen Start-ups in der Hauptstadt Kampala, bei dem die Mitglieder der Delegation junge Unternehmer getroffen haben, die mit viel Engagement innovative Ideen entwickeln und ihre Geschäfte aufbauen.

Auf dem Programm stand außerdem der Besuch von humanitären Projekten in Uganda, die bereits seit vielen Jahren von sächsischen NGOs begleitet werden, wie z.B. ein Projekt zur Unterstützung von Müttern, die am Victoriasee vom Fischfang leben. Auch die Mediziner der Universität Leipzig pflegen projektbezogen bereits langjährig Beziehungen zum Gesundheitssektor in Uganda.

Inspiriert von all diesen interessanten Einblicken wurden bereits während der Reise zahlreiche, vielfältige Ideen diskutiert, wie Sachsen und Uganda die bilateralen Beziehungen auf wirtschaftlicher, humanitärer und wissenschaftlicher Ebene weiter vertiefen können. Diese Gespräche werden weiter fortgeführt.

07.07.2022
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